Costa Diadema: Zauberhaftes Mittelmeer Reisebericht

Wenn ihr mir bei Instagram folgt, habt ihr sicher gesehen, dass ich vor knapp zwei Wochen mit der Costa Diadema auf hoher See unterwegs war. Während der 7-tägigen Kreuzfahrt durch das Mittelmeer, hat das Schiff Stopps in Barcelona, Palma de Mallorca, Civitavecchia/Rom, La Spezia, Savona und Marseille gemacht – und ich habe einiges erlebt, was ich euch natürlich nicht vorenthalten will.

Kreuzfahrt – warum eigentlich?

Seit Anfang Juli mache ich ein Praktikum im Bereich Online Redaktion und Social Media Marketing bei EURESAreisen im schönen Saarburg. Das junge Unternehmen hat sich auf die Umsetzung, den Betrieb und die Vermarktung von Online-Reiseportalen spezialisiert. Unter dem Motto „Urlaub suchen – Freude finden“ ermöglichen die Mitarbeiter/innen Mitarbeiter zahlreichen Menschen mit den Reiseportalen Rabatt-Schiff (AIDA), Mein Schiffsexperte (TUI Cruises Mein Schiff) und CC-Kreuzfahrten (COSTA Kreuzfahrten) einen Traumurlaub auf hoher See. Nun arbeite ich also schon seit drei Monaten bei EURESA, schreibe täglich interessante Blogbeiträge zum Thema Kreuzfahrt und war selbst noch nie auf einem Schiff unterwegs? Das musste sich natürlich ändern! Um endlich selbst etwas Seeluft zu schnuppern, stand vom 26. September bis zum 3. Oktober 2016 also meine erste Kreuzfahrt an.

Anreise und Kabine

Meine Reise begann bereits um 2:30 Uhr am Montagmorgen. Per Auto ging es zum Flughafen Köln/Bonn, wo der Flieger Richtung Barcelona pünktlich um 6:55 Uhr abhob. Zwei Stunden später hatte ich endlich wieder festen Boden unter den Füßen (ich hasse fliegen und das wird sich wohl auch nie ändern). Am Hafen angekommen sah ich schon von weitem das riesige Schiff im Wasser liegen. Natürlich habe ich schon viele Bilder der Flotte gesehen, aber wenn man so einen Ozeanriesen dann direkt vor sich hat, ist das wieder eine ganz andere Hausnummer. Bis zur Einschiffung um 13 Uhr zog es es sich ein wenig, aber dann ging plötzlich alles ganz schnell: Nach dem Ausfüllen des Gesundheitsfragebogens sowie der Sicherheitskontrolle wurde noch ein obligatorische Foto für die Bordkarte geschossen und schon war ich an Bord des größten Costa Schiffes.

Mein bereits knurrender Magen wurde Gott sei Dank schnell beruhigt, denn auf dem Schiff wurde ich sofort an das Buffet auf Deck 10 geführt und konnte mich mit italienischen Sepzialitäten vollfuttern. Anschließend machte ich mich auf den Weg in die Premium Innenkabine auf Deck 6 – was erstmal gar nicht so einfach war. Denn in dem Schiff verläuft man sich wirklich leicht und das ist mir die ersten Tage auch noch öfter passiert. In meiner Kabine wartete bereits meine Costakarte und einige Informationen zum Bordprogramm.

Bevor die Seenotrettungsübung startete (das ist eine Pflichtübung für alle Passagiere auf einem Kreuzfahrtschiff. Hier trifft man sich mit seinen Schwimmwesten in einem bestimmten Bereich an Bord und es wird erzählt, was im Notfall zu tun ist), nutzte ich die Zeit für einen ersten Schiffsrundgang und war total überwältigt von der Größe und Aufmachung der Diadema.

First Stopp: Palma de Mallorca

In der ersten Nacht schlief ich wirklich unfassbar gut. So gut, dass ich am nächsten Morgen sogar das Langschläfer Frühstück verpasste. Und normal bin ich wirklich alles andere als ein Langschläfer! Pünktlich um 12 Uhr machte ich mich deshalb auf in das Buffetrestaurant Corona Blu ein und stärkte mich mit Pasta, Salat, Burgern und Co. für den anstehenden Spaziergang durch Palma de Mallorca.

Zurück auf dem Schiff war schon alles für die „White Party“ vorbereitet. Diese wurde bereits in der Bordzeitung als „größte Party auf dem Ozean“ beworben und ich hatte von ehemaligen Costafahrern auch schon einiges darüber gehört. Laut Bordzeitung lautete auch schon die Kleidungsempfehlung zum Abendessen „White“, allerdings hielten sich längst nicht alle Passagiere im Restaurant an diesen Dresscode. Um 23 Uhr startete die Party mit den Animateuren und einer sehr guten Live Band dann endlich auf Deck 10. Bereits fünf Minuten später war die Tanzfläche mit Passagieren jedes Alters voll besetzt (jetzt trugen auch wirklich alle weiß!) und es regnete weiße Luftballons und Konfetti. Zur Stärkung gab es um Mitternacht sogar noch ein Früchtebuffet – leider ohne Schokobrunnen, das hätte mir nämlich noch besser gefallen.

Seetag: Sonnen und Fitness mit Meerblick

Der nächste Tag war ein Seetag und ich freute mich ersteinmal auf das Frühstück. Am Frühstücksbuffet wurde ich auch echt nicht enttäuscht: Nutelladonuts (!!), Croissants, Kuche, Brötchen, Obst und Orangensaft usw. – alles was das Herz begehrt. Ich sag’s euch Leute, denkt ihm Urlaub bloß nicht zu viel über das Essen nach. Ich habe mich die ganze Woche praktisch nur von diesen Donuts, Pizza, Nutella, Eis etc. ernährt und kein Gramm zugenommen. Auf dem Schiff und bei den Landgängen bewegt man sich unfassbar viel, selbst an diesem Seetag habe ich laut Fitbit mehr als 15.000 Schritte gemacht. Da kann man sich dann ruhig mal eine Woche richtig gönnen.



Nach dem Frühstück habe ich es mir bei bestem Wetter auf dem Außendeck mit einem Buch bequem gemacht, die Sonne genossen und mir einen schönen Sonnenbrand geholt (der Gott sei Dank schon am nächsten Tag braun war).


Nach so viel Nichtstun suchte ich am Nachmittag das Fitnessstudio auf – mit Meerblick macht Trainieren gleich noch viel mehr Spaß! Im Studio gab es leider keine Langhantel, Squatracks oder Kabelzüge, dafür aber jede Menge Kurzhanteln, Kraft- und Ausdauergeräte. Die meisten Leute sind halt nicht zum trainieren hier ;-). Dafür war das Fitnessstudio meiner Meinung nach aber trotzdem ganz gut ausgestattet. Ab und zu fanden abends wohl auch Spinningkurse statt, an denen ich aber leider nicht teilgenommen habe. Die freie Zeit an Bord nutzte ich außerdem dazu, einen Live-Schiffsrundgang zu machen, den ihr euch auf der CC-Kreuzfahrten Facebook-Seite anschauen könnt.

Bella Italia: Touri Modus und Pizza in Rom

Donnerstagmorgens um 08.00 Uhr legte die Costa Diadema dann in Civitavecchia an. Auf dieses Ziel habe ich mich besonders gefreut. Ich war bereits 2009 einmal bei meiner Abschlussfahrt in Rom und habe die Stadt in guter Erinnerung behalten. Bereits am Vortag habe ich deshalb einen Shuttlebus nach Rom gebucht. Die ewige Stadt ist vom Hafen aus circa 90 Minuten entfernt. Insgesamt hatte ich dann fünf Stunden Zeit zur freien Vergnügung. Da ich so viel wie möglich sehen wollte, stand bei über 30 Grad Celsius ein straffes Touri-Programm an. So bekam ich alle berühmten Sehenswürdigkeiten wie das Colosseum, das Forum Romanum, das Pantheon, den Piazza Navona, den Trevi-Brunnen und die Engelsburg vor die Linse und auch dem Petersdom konnte ich (zumindest von außen) noch einen Besuch abstatten.


Kulinarisch hat Rom natürlich einiges zu bieten. Neben der besten Pizza der Welt, gibt es direkt am Trevi Brunnen übrigens auch einen Magnum Pleasure Store. Das habe ich mir natürlich nicht entgehen lassen.


Die Kleidungsempfehlung für das Abendessen lautete diesmal „Grün/Weiß/Rot“, denn der italienische Abend stand an. Meine Kollegen hatten mich bereits vorgewarnt, trotzdem staunte ich nicht schlecht, als nach der Vorspeise plötzlich laute italienische Musik ertönte und die Gäste ihre weißen Servierten im Takt über den Kopf schwangen. Was für uns Deutsche etwas ungewohnt ist, scheint den Südländern zu gefallen, denn Jung und Alt waren sichtlich amüsiert. Später zog sogar noch eine Polonaise am Tisch vorbei. Echt mal was anderes :D. Genauso schnell wie dieses Spektakel begonnen hatte, war es allerdings auch schon wieder vorbei und der nächste Gang wurde serviert.


La Spezia und Savona: Italienisches Flair

In La Spezia und Savona verzichtete ich auf größere Ausflüge und schlenderte einfach entspannt durch die kleinen Gassen der italienischen Städtchen. Das Zentrum erreicht man gemütlich zu Fuß vom Hafen aus. Nun hatte ich auch endlich mal Gelegenheit, das Nachmittagsbuffet um 16 Uhr auf Deck 10 auszuprobieren. Dort warteten nämlich allerhand Kuchen, Kekse aber auch herzhafte Snacks.


Salut Marseille – Willkommen in Frankreich

Bisher hatte ich immer nur das Frühstück Buffetrestaurant eingenommen. Am Sonntagmorgen entschied ich mich aber für das Restaurant Fiorentino. Hier gab es die gleichen Speisen wie im Corona Blu, allerdings konnte man zusätzlich à la carte bestellen. Ich entschied mich für ein belgisches Frühstück mit frischen Waffeln und Schokosoße – so kann man den Sonntag doch beginnen.

Danach stand dann ein Ausflug nach Marseille an. Nach anfänglichen Schwierigkeiten fand ich endlich die Touristen-Information und besichtigte einige Sehenswürdigkeiten wie die Kathedrale von Marseille. Natürlich gabs in Frankreich auch noch einen echten französischen Crêpes – mit Nutella, was auch sonst!



Meine erste Kreuzfahrt: Ein Fazit

Eine Woche auf der Costa Diadema geht viel zu schnell vorbei und ich kann euch sagen: Es wird nie langweilig. Selbst nach einer Woche entdeckt man immer noch neue Bereiche auf dem Ozeanriesen. Das gesamte Schiff punktet im Bereich Sauberkeit, sowohl in der Kabine als auch in den Innenbereichen und auf den Außendecks. Die südländische Mentalität spürt man überall: Es herrscht buntes Treiben, Jung und Alt feiern zu lauter Musik und schwingen das Tanzbein in den verschiedenen Bars. Die Kellner und das gesamte Personal auf der Costa Diadema sind absolut zuvorkommend und freundlich.

Da ich ein absoluter Fan von Städtetrips bin, hat mir diese Art zu reisen wirklich gut gefallen. Innerhalb kürzester Zeit sieht man wirklich viel und hat sein schwimmendes Hotel immer dabei! Auch auf dem Schiff habe ich mich sehr wohlgefühlt (den Seegang merkt man auf so einem riesigen Teil übrigens kaum beziehungsweise gar nicht). Das war also bestimmt nicht meine letzte Kreuzfahrt.

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