Rom, Pisa, Marseille und Co.: Mittelmeer-Kreuzfahrt mit AIDAperla

Meine erste AIDA Reise ist ja noch gar nicht lange her, doch schon knapp eine Woche später hieß es erneut: “Welcome on Bord”. Vom 4. bis 11. November war ich nämlich wieder auf einem Kussmundschiff unterwegs, diesmal auf dem größten und neuesten Schiff der Reederei: AIDAperla. Sieben Tage lang sollte es durch das Mittelmeer gehen – allerdings nicht ganz privat, sondern als Reisebegleitung im Rahmen einer Gruppenreise für junge Leute.

Für alle die Oceans18 noch nicht kennen, stelle ich das Konzept einmal kurz vor: Oceans18 ist ein Projekt von EURESAreisen und soll auch jüngeren Leuten Kreuzfahrten schmackhaft machen. Das Besondere ist, dass ihr nicht alleine, sondern mit einer Gruppe junger Leute unterwegs seid und dabei an Bord (sowie an Land) jede Menge Spaß haben könnt. Aber ich fange einfach von vorne an.

Anreise nach Palma de Mallorca

Und wieder startete die Kreuzfahrt am Hafen von Palma de Mallorca. Diesmal flog ich allerdings mit Eurowings von Köln/Bonn aus und gönnte mir eine Übernachtung im Best Western Hotel in der Nähe vom Flughafen. Da der Flug bereits um 6.30 Uhr ging, hieß es trotzdem früh aufstehen. Der Flieger hob pünktlich ab und zwei Stunden später landete ich auf der Lieblingsinsel der Deutschen.

AIDAperla hatte ich schon vom Flugzeugfenster aus gesichtet – wow, was für ein riesiges Schiff. Den Transfer hatten wir über AIDA gebucht. Also Koffer in den Bus laden und schon konnte es losgehen. Das praktische: Reist ihr nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, sondern mit einem AIDA Shuttle zum Starthafen, wird euer Koffer automatisch aus dem Bus ausgeladen und in die Kabine gebracht. Ihr müsst euch also um nichts kümmern.

Mein Tipp: Manchmal dauert es bis zum späten Nachmittag, bis ihr euer Gepäck vor der Kabine findet. Packt deshalb alles Wichtige ins Handgepäck und zum Beispiel auch einen Bikini, wenn ihr die Pools an Bord schon nutzen wollt.

Natürlich wusste ich, dass AIDAperla um Einiges größer als AIDAblu ist, aber wenn man so kurz nacheinander vor diesem riesigen Schiff steht, ist es nochmal bemerkenswerter, was das eigentlich für eine Dimension ist. Meine Vorfreude war riesig als ich die Gangway betrat und endlich auf dem Ozeanriesen angekommen war. Hier wartete gleich der erste Grund zur Freude: Unsere Verandakabine war bereits bezugsfertig. Wir hatten Kabine 8237 am Heck, direkt über der Lanai Bar. Bisher habe ich zwei Kreuzfahrten gemacht und bin immer nur in der Innenkabine gereist. Da war das doch schon eine ganz andere Hausnummer für mich und ich habe sofort mal die Aussicht von der Hängematte aus genossen.

Nach einer kleinen Stärkung im East Restaurant haben wir bereits die ersten Mitreisenden aus unserer Gruppe getroffen und sind schließlich kurz von Bord gegangen um ein paar Fotos vom Schiff zu machen. Da ich ja die Woche davor erst in Palma war, haben wir uns die Fahrt in die Stadt gespart.

Am Abend haben wir uns mit der gesamten Gruppe im D6 getroffen – hier haben wir unsere Truppe begrüßt, danach folgte außerdem eine offizielle Begrüßung durch AIDA und es gab den AIDA Hauscocktail für uns. Dann konnte auch schon die erste Partynacht im Beach Club beginnen.

Entspannung am Seetag, Karaoke am Abend

Die Party ging bis in die frühen Morgenstunden, allerdings war der folgende Tag sofort ein Seetag – also war erstmal ausschlafen angesagt. Zum Frühstück schaffte ich es dennoch ins French Kiss, wo man Service am Platz genießen kann. Die Speisen sind dabei inklusive, nur die Getränke müssen bezahlt werden. Da wir allerdings im Besitz des AIDA Getränkepaketes Comfort waren, fiel für uns auch hier kein Aufpreis an.

Danach ging ich auf eine kleine Erkundungstour über das Schiff und gönnte mir noch einen Latte Macchiato in der Lanai Bar. Etwas später trafen wir ein paar aus unserer Gruppe dann für einen ausgiebigen Schiffsrundgang. Auf AIDAperla gibt es wirklich mega viel zu entdecken: Beach Club, Four Elements mit Kletterpark, Wasserrutschen, ein Casino, den Skywalk,… es ist gar nicht wirklich möglich das komplette Schiff an einem Tag zu erkunden.

Am Abend ging es ins Brauhaus, wo Karaoke anstehen sollte. Zu Studienzeiten war ich begeisterter Karaoke-Sänger (und nein, ich kann wirklich nicht singen) aber seit mindestens 5 Jahren stand ich nicht mehr auf der „Bühne“. Es wurde also mal wieder Zeit und so schmetterte ich mit Julia ein Liedchen und auch ein paar andere aus unserer Reisegruppe trauten sich noch nach vorne.

Sightseeing in Rom

Am nächsten Morgen lief AIDAperla den Hafen von Civitavecchia an, der perfekte Ausgangspunkt für einen Ausflug nach Rom. Als ich im letzten Oktober mit der Costa Diadema dort anlegte, buchten wir den Shuttle nach Rom direkt über die Reederei, was ganz schön ins Geld ging. Deshalb wollten wir diesmal auf eigene Faust in die ewige Stadt reisen. Gesagt, getan: Zuerst brachte uns ein Shuttle Bus vom Hafengelände zum Busbahnhof von Civitavecchia. Hier kauften wir ein Ticket für zwei Euro, welches uns zum Bahnhof brachte. In einem kleinen Kiosk kann man hier Hin- und Rückfahrt-Tickets nach Rom für insgesamt 10 Euro kaufen – also wirklich preiswert. Der Zug bringt euch dann in circa 60 Minuten in die Stadt. Für mich auf jeden Fall die sinnvollere Alternative.

Hinweis: Solltet ihr einen Ausflug auf eigene Faust machen, denkt daran früh genug zurück zum Schiff zu fahren, denn das wartet nicht auf euch!

Mittlerweile war ich zum dritten Mal in Rom und trotzdem wieder begeistert von der Stadt. Besonders gut finde ich, dass man alle wichtigen Sehenswürdigkeiten fußläufig erreichen kann. So standen auch bei dieser Tour wieder das Kolosseum, Forum Romanum, der Trevi-Brunnen und das Pantheon auf dem Plan. Da wir mit einer kleinen Gruppe unterwegs waren einigten wir uns darauf den Vatikan und die Engelsburg auszulassen und stattdessen gemeinsam eine Pizza zu essen – wirklich sehr lecker und ein Muss in Italien!

Abends haben wir uns die Show im Theatrium angeschaut und wie schon auf AIDAblu war ich auch hier wieder begeistert. Die AIDA Stars haben es echt drauf – man schaut sich fast schon ein Musical an und sowohl die Tänzer als auch die Sänger begeisterten uns während der Reise immer wieder aufs Neue.

Regen in Pisa und viel Spaß bei der Silent Party

Pisa war das einzige Ziel der Reise, an dem ich noch nicht war, desto mehr habe ich mich eigentlich darauf gefreut. Denn jeder braucht doch eines dieser obligatorischen Fotos mit dem schiefen Turm, oder was sagt ihr? Leider war das Wetter an diesem Tag wirklich bescheiden: circa 10 Grad und Regen warteten nach dem (späten) Aufstehen auf uns. Wir stärkten uns also kurz mit Sandwiches aus dem Pier 3 Market (hier bekommt man auch nach 11 Uhr alles was das Langschläfer-Frühstücksherz begehrt, von Croissants, Kaffee, Sandwiches bis hin zu frischem Obst).

Diesen Ausflug organisierten wir erneut auf eigene Faust. In Italien sind die öffentlichen Verkehrsmittel sowie Taxen relativ günstig. Mit zwei Großraumtaxen fuhren wir also für 20 Euro pro Person nach Pisa – hier wartete der Taxifahrer dann zwei Stunden auf uns und fuhr uns anschließend zurück zum Schiff.

Was soll ich sagen… Pisa hat mir nicht wirklich gut gefallen. Ob es an dem Wetter lag? Im Sommer ist das Städtchen vielleicht noch ganz okay, aber mehr als die Piazza del Duomo mit dem schiefen Turm gab es eigentlich nicht zu sehen. Trotzdem war es ganz lustig die besagten Fotos zu machen und die Leute dabei zu beobachten. Nach einem überteuerten Kaffee ging es dann durchgefroren zurück auf das Schiff.

Dort verbrachten wir den restlichen Tag mit relaxen und genossen den ein oder anderen Drink an der Bar. Am Abend wartete ein weiteres Highlight auf uns: die Silent Party. Ich hatte schon so viel davon gehört und war ganz gespannt, dieses Spektakel einmal selbst zu erleben. Das Prinzip: Jeder bekommt Kopfhörer und kann ganz einfach zwischen drei verschiedenen Musikrichtungen wählen (Schlager, 70/80/90er oder Rock). Die Musik wird live von drei DJs aufgelegt, jedoch hört man diese nur, wenn man die Kopfhörer trägt! Könnt ihr euch vorstellen, wie lustig das war? Zieht man die Kopfhörer aus, hört man die Feiernden wild durcheinandersingen und jeder tanzt einen anderen Stil. Wirklich eine coole Party, die ich so auch noch nicht erlebt habe.

Ein halber Seetag und zu Gast in der Prime Time

AIDAperla war auf dem Weg nach Marseille, für uns bedeutete das: ein weiterer (halber) Seetag stand bevor. Zeit um sich vom Feiern zu erholen, gemütlich über das Schiff zu flanieren, im Beach Club zu chillen und das ein oder andere Foto am Skywalk zu machen. Außerdem war ich erneut im Fitnessstudio unterwegs und genoss die Sicht auf das weite Meer.

Wie erwähnt schauten wir uns eigentlich jeden Abend die Show der AIDA Stars sowie Toms Prime Time an. Der Moderator, Tom, erzählte am Anfang der Reise von einem Instagram Gewinnspiel: Wer seine Bilder mit dem Hashtag #aidaperlamomente postet, hat die Chance einen Restaurantgutschein für das Rossini (Aufpreisrestaurant mit Service am Platz) zu gewinnen. Klar, dass ich da von Anfang an voll dabei war. Umso mehr freute ich mich, als ich am Mittwochmorgen plötzlich eine PN von Tom hatte „Herzlichen Glückwunsch, du hast gewonnen!“ Meinen Preis sollte ich am Abend persönlich in der Prime Time abholen. Etwas aufgeregt war ich schon, denn ich wusste, dass ich wahrscheinlich auf die Bühne musste. Als es dann soweit war, war die Aufregung aber wie verflogen.

Aussicht über Marseille

Auch in Marseille war ich bereits während meiner Mittelmeer-Kreuzfahrt mit der Costa Diadema unterwegs, allerdings war ich damals nicht am Notre Dame de la Garde. Bei herrlichem Wetter machten wir uns gegen Mittag also auf in die Stadt und fuhren vom Vieux Port aus mit dem Bus für 2 Euro zu der berühmten Kathedrale. Von hier aus hat man eine herrliche Aussicht über die gesamte Stadt – wirklich lohnenswert.

Rossini einmal anders

Zurück auf dem Schiff wartete auf Julia und mich ein besonderes Event: Mein Gewinn der #aidaperlamomente Challenge wollte eingelöst werden. Das Event „Rossini einmal anders“ ist ein ganz besonderer Abend im Rossini Restaurant. Auf der privaten Terrasse schaut man sich gemeinsam das Auslaufen an, wird mit Champagner und Canapés verwöhnt und genießt anschließend ein 6-Gänge-Menü mit Weinverköstigung im Restaurant. Es war wirklich ein einzigartiges Erlebnis, aber hier lasse ich am besten die Bilder sprechen.

Klettergarten und Alpenglühen im Brauhaus

Um 20 Uhr hatten wir für unsere Gruppe den Klettergarten im Four Elements reserviert. Klettergarten auf einem Schiff? Ihr habt richtig gehört! Nach einer kurzen Einweisung könnt ihr selbstständig loslegen und die verschiedenen Stationen erklimmen, natürlich gesichert!

Ramblas, La Boqueria und Strand

Der letzte Tag der Reise stand bevor und AIDAperla machte am frühen Morgen in Barcelona fest. Erneut machten wir uns mit einer kleinen Gruppe auf in die Stadt, schlenderten gemütlich über die Ramblas, gönnten uns ein paar Snacks in der Markthalle und wollten schließlich das relativ schöne Wetter am Strand genießen. Obwohl es zum Baden zu kalt war, kam selbst im November hier noch echtes Urlaubsfeeling auf.

Time to say goodbye: Ein Fazit

Die Woche verging wie im Flug und um 6.45 Uhr am nächsten Morgen ging bereits unser Transfer. Verschlafen und traurig, dass die Reise schon vorbei war frühstückten wir ein letztes Mal im East Restaurant und wurden schließlich zum Flughafen gefahren.

Es war meine zweite Reise mit AIDA und ich war erneut mehr als begeistert. Das große Schiff gefällt mir wirklich sehr gut und fast noch besser als AIDAblu – das ist aber wohl reine Geschmackssache, denn ich kenne auch viele Leute, die die kleinen AIDA Schiffe besser finden. Vielleicht lag es ja auch an unserer coolen Oceans18 Truppe, das die Reise einer der schönsten Urlaube war, die ich in den letzten Jahren gemacht habe. Wie auch immer, ich habe jedenfalls schon am Flughafen nach der nächsten AIDA Reise Ausschau gehalten. Mal sehen, was noch kommt.

Tipps

  • Direkt vor der Disco D6 gibt es die scharfe Ecke, eine Currywurstbude. Hier kann man sich bis 2 Uhr nachts eine Currywurst mit einem Brötchen holen, ohne Aufpreis! Was gibt es Besseres nach dem Feiern?
  • Im Pier 3 Market gibt es den ganzen Tag über Snacks inklusive. Falls ihr das Frühstück verpasst, lohnt es sich also auf Deck 3 vorbeizuschauen!
  • Auch bei schlechtem Wetter könnt ihr in Badesachen im Beach Club chillen, denn dieser ist überdacht!
  • Schaut euch auf AIDA auf jeden Fall die Shows an. Es lohnt sich wirklich!
  • Versucht so viele Ausflüge wie möglich auf eigene Faust zu organisieren. Die von der Reederei angeboten Touren sind meistens überteuert. Achtet aber darauf, wieder pünktlich am Schiff zu sein!
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