Travel Diary: Ein Tag in Dublin

Manchmal überkommt es mich und ich will einfach nur weg. Deshalb habe ich an einem grauen, tristen Tag im November 2016 bei Ryanair nach günstigen Flügen gestöbert. Ich bin ein totaler Fan von Städtetrips und bei knapp 22 Euro pro Strecke in die irische Hauptstadt, konnte ich einfach nicht „Nein“ sagen. Nach Irland wollte ich sowieso schon immer, also waren die Flüge für Februar schnell gebucht und die Vorfreude groß.

Im Voraus stöberte ich schon auf verschiedenen Blogs nach den besten Sehenswürdigkeiten in der Stadt. Da unser Hinflug am Freitagabend um 22 Uhr ging und wir Sonntags um 13 Uhr schon wieder nach Deutschland zurück mussten, blieb uns leider nur 1 Tag. Das ist natürlich nicht genug Zeit, um alle Sehenswürdigkeiten Dublins genau unter die Lupe zu nehmen. Wenn man es aber geschickt anstellt, kann man trotzdem relativ viel sehen.

Dublin in 24 Stunden

Wir hatten ein Zimmer im Metro Hotel Dublin Airport gebucht. Das Hotel liegt nur 15 Minuten vom Flughafen entfernt und bietet einen kostenlosen Shuttle Service, was für uns aufgrund unserer sehr späten Ankunftszeit sehr praktisch war. Wir entschieden uns am nächsten Morgen im Hotel zu frühstücken, auch wenn das nicht ganz preiswert (aber sehr lecker!) war. Für ein kontinentales Frühstück bestehend aus Toast, Marmeladen, Nutella, Croissants, Teilchen, Müsli, Cornflakes, frischem Obst, Käse, Kaffee und Saft zahlten wir 7,50 Euro pro Person. Wer noch warme Speisen wie Eier, Bacon, Bohnen, Würstchen oder frisch zubereitete Pancakes und Omlettes wollte, zahlte 11 Euro. Frisch gestärkt konnte es dann endlich losgehen. Circa 100 Meter vom Hotel entfernt gibt es eine Bushaltestelle. Die Linie 4 und 17 bringt euch für 2,70 Euro pro Person in circa 30 Minuten in die Innenstadt. Ausgestiegen sind wir in der O’Connell Street .

Ich bin eigentlich kein Freund von „Hop on Hop off“ – Bussen und erkunde am liebsten alles zu Fuß. Da ich allerdings mit meiner Mutter unterwegs war, das Wetter (leider) sehr schlecht war und wir natürlich so viel wie möglich sehen wollten, entschieden wir uns direkt einen solchen Bus zu nutzen. Wenn ihr in der O’Connel Street aussteigt, werdet ihr gleich von den ersten Promotern belagert. Checkt die Angebote vorher genau ab, denn die gleichen Touren werden für unterschiedliche Preise angeboten. Wir haben uns letztendlich für den gelben Bus von CityScape.ie http://cityscapetours.ie/ entschieden. Für 10 Euro könnt ihr 24 Stunden ganz Dublin erkunden und staubt noch ein kostenloses Guiness in einem Pub ab. Da kann man nicht meckern. Während der Fahrt habt ihr einen lustigen Guide dabei (die singen übrigens auch :D) – wer kein Englisch kann bekommt einen Kopfhörer und kann seine Sprache auswählen.

Trinity College mit Bibliothek

Unser erster Stopp war das Trinity College. Ich wollte unbedingt in die weltberühmte Bibliothek mit den Book of Kells. Die renommierteste Universität Irlands wurde bereits 1592 gegründet. Das Universitätsgebäude ist wirklich beeindruckend – da bekommt man fast Lust nochmal zu studieren. Für mich haben diese Art von Universitäten ja immer was von Harry Potter. Warum ist eigentlich mein Brief aus Hogwarts immer noch nicht angekommen?

Pubs, Pubs, Pubs

Auf das berühmte Ausgehviertel hatte ich mich besonders gefreut. Ein Pub reiht sich an den nächsten, überall hört man Livemusik – einfach eine einzigartige Atmosphäre. Da sich unser Magen schon wieder meldete, war es Zeit fürs Mittagessen im „The Old Storehouse“. Ich liebe es einfach in Pubs zwischen Einheimischen und Touristen zu essen und den irischen Klängen zu lauschen.

Burger im Old Storehouse Pub
In den Straßen von Dublin
Pubs in Dublin

Pubs in Dublin

Straße in Dublin

Hardrock Café Dublin

Die berühmte Temple Bar

Ein paar Blocks weiter wartete die berühmte Temple bar auf uns. Bereits Mittags war der Pub brechend voll, das sollte euch aber trotzdem nicht davon abhalten wenigstens einmal durchzugehen. Zugegeben: Die Temple Bar ist leicht überteuert, aber auch das Aushängeschild des Ausgehviertels und auf jeden Fall einen Besuch wert!

Temple Bar in Dublin

Die Temple Bar

Guiness Storehouse

Eigentlich hätte ich mir gerne noch die St. Patricks Cathedral und Dublin Castle genauer angeschaut oder wäre durch die National Botanic Gardens spaziert. Da wir aber leider mit dem Wetter wirklich kein Glück hatten (Regen, Wind, Kalt!! – typisch Irland eben?) warfen wir nur vom Bus aus einen Blick auf diese Sehenswürdigkeiten und stiegen erst am Guiness Storehouse wieder aus. Guiness ist in Dublin schließlich einfach ein Muss. Die Tour ist mit XX Euro pro Person nicht gerade günstig, aber lohnt sich auf jeden Fall. Das siebenstöckige Gebäude ist schon von außen sehr beeindruckend und bei einer Führung mit (deutschem) Audioguide erfährt man wirklich alles über die Herstellung des Bieres. Eine Verkostung gab es natürlich auch und obwohl ich eigentlich überhaupt nicht so der Bierfan bin, schmeckte es hier im „Geburtshaus“ doch ganz besonders lecker. Fast zwei Stunden haben wir uns hier aufgehalten. Es gibt also wirklich einiges zu entdecken!

Fässer im Guiness Storehouse

Guiness Biere in Dublin

Zurück im Hotel teilten wir uns noch eine Portion Fish & Chips (das gehört schließlich einfach dazu) und schon hieß es wieder Abschied nehmen.

Ich wäre gerne noch länger in dieser wunderschönen Stadt geblieben und hätte mich voll und ganz der irischen Atmosphäre hingegeben. Bleibt nur zu sagen: Ich komme wieder!

P.S.: Leider hat meine Kamera gleich am ersten Tag in Dublin den Geist aufgegeben und auch mein Handyakku hat mich im Stich gelassen :-(. Die Fotos sind deswegen zu 90 % mit dem Handy meiner Mutter entstanden – ich bitte euch die Qualität zu entschuldigen!

Follow:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.