Travel Diary: Sankt Petersburg mit der Princess Anastasia

Im Jahr 2011 habe ich während meines Erasmus-Studiums in Finnland schon einmal Sankt Petersburg besucht. Als meine Oma mir 6 Jahre später verkündete, dass sie gerne noch einmal in ihrem Leben in das „Venedig des Nordens“ möchte, aber keiner mit ihr fahren wolle, bot ich mich natürlich gerne als Reisebegleitung an. Mit den Fähren der St. Peterline kann man von Helsinki aus visafrei nach Russland einreisen und sich dort auch 72 Stunden aufhalten. Wir entschieden uns deshalb für diesen Weg und buchten eine Mini-Kreuzfahrt mit der Princess Anastasia von der finnischen Hauptstadt in die nördlichste Millionenstadt der Welt.

Frankfurt – Helsinki – Sankt Petersburg

Unsere Reise startete in Frankfurt. Mit der Lufthansa ging es innerhalb von zwei Stunden nach Helsinki. Hier hatten wir leider keine Zeit mehr für eine Stadterkundung, was aber auch nicht weiter schlimm war, da sowohl meine Oma als auch ich schon mehrmals in der Stadt waren. Während wir auf die Einschiffung warteten, nutzte ich die Gelegenheit ein paar Fotos von den im Hafen liegenden Schiffen zu machen. Unter anderem lag dort die Mein Schiff 3, eines meiner Lieblingskreuzfahrtschiffe, mit welchem ich unbedingt noch verreisen will.



Die Einschiffung verlief problemlos und gegen 15 Uhr bezogen wir unsere kleine Innenkabine. Ich muss zugeben: Schön ist anders :D! Platz hat man nicht wirklich, aber um zwei Tage zu übernachten, reicht es. Allerdings ist die Innenkabine auf so einer Fähre natürlich nicht mit der eines richtigen Kreuzfahrtschiffes wie der Costa Diadema, auf der ich letzten Oktober unterwegs war, zu vergleichen. Die Princess Anastasia bietet mehrere Restaurants und Bars, einen Bordshop und gegen Aufpreis sogar ein kleines Fitnesscenter sowie einen SPA-Bereich. Da die Letztgenannten Bereiche allerdings ziemlich teuer sind, habe ich die vier Tage auf Training und Wellness verzichtet ;-). Wir hatten ein Frühstücksbuffet auf dem Schiff dazu gebucht, welches ich euch wirklich nur empfehlen kann. Es war vergleichbar mit dem Frühstück in einem Hotel oder auf einem Kreuzfahrschiff und es gab wirklich alles was das Herz begehrt: Eier, Lachs und verschiedene Fischsorten, Croissants, Teilchen, Müsli, Orangensaft, Kaffee…. es fehlte wirklich an nichts! Das Abendessen auf dem Schiff ist sehr teuer, ich empfehle euch deshalb in der Stadt zu essen, denn dort findet ihr überall sehr günstige Bars und Restaurants.


Tag 1: Stadtrundfahrt, Auferstehungskirche und Peter-und-Paul-Kathedrale

Nach einer ruhigen Nacht erreichten wir gegen 9.30 Uhr Sankt Petersburg. Vom Frühstück gestärkt starteten wir den Tag mit einer Stadtrundfahrt. Vom Hafen aus erreicht man die Innenstadt mit dem Bus in circa 15-20 Minuten. Den ersten Stopp machten wir an der Isaaks-Kathedrale. Von hier aus fuhren auch bis circa 22 Uhr Shuttle-Busse zurück zum Schiff.

Einer der Höhepunkte dieses Tages war der Besuch eines der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt: Die Auferstehungskirche (übrigens auch als Blutkirche oder Erlöserkirche bekannt) ist nach dem Vorbild der Moskauer-Basilikus-Kathedrale gebaut und das einzige Gebäude in der Stadt, welches nicht den übrigen Kirchengebäuden in Sankt Petersburg gleicht. Die Kirche lohnt sich übrigens nicht nur von außen, auch die Innenbesichtigung ist ihr Geld wert.


Die Auferstehungskirche


Am Nachmittag schlenderte ich durch die berühmte Einkaufsstraße „Newsky Prospekt“ und probierte in einem kleinen Lokal auch eine echte russische Spezialität, Pelmeni. Sehr lecker, auch wenn sie für mich einfach aussahen und schmeckten wie Tortellini. Hier findet ihr jede Menge günstige Bars, Restaurants und Cafés. Ich kann euch außerdem den Feinkostladen Jelissejew am Newski-Prospekt 56 ans Herz legen. Ein sehr süßer Laden mit leckerem Kaffee, Gebäck, Makronen usw.

Ich zeige euch hier ein paar weitere Eindrücke der Stadt. Wenn ihr fit seid, könnt ihr übrigens Isaak-Kathedrale, Auferstehungskirche, Newsky Prospekt und Eremitage problemlos zu Fuß ablaufen. Für die Eremitage blieb uns leider keine Zeit, allerdings konnte ich ein paar schöne Fotos von außen schießen.




Tag 2: Puschkin mit Pawlowsk-Palais und Katharinenpalast inklusive Bernsteinzimmer

Am zweiten Tag nahmen wir eine circa einstündige Busfahrt nach Puschkin auf uns. Dort besichtigten wir das Pawlowsk-Palais sowie den Katharinenpalast. Meine Oma redete seit Beginn der Reise von nichts anderem als dem Bernsteinzimmer. Leider durfte man in dem Raum nicht fotografieren, ihr findet beim Googeln aber jede Menge Fotos davon.

Wie sieht es mit euch aus? Wart ihr schon einmal in Sankt Petersburg oder habt ihr vor mal in die Stadt zu fahren? Erzählt es mir gerne in den Kommentaren!

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2 Comments

  1. Juni 2, 2017 / 5:53 pm

    Sehr schöner Beitrag über St. Petersburg.
    Nahezu dieselbe Reise hab ich auch gemacht. St. Petersburg stand schon viele Jahre auf meiner Bucket List. Ich finde, die Reise hat sich gelohnt
    Hab ebenfalls einen Artikel dazu auf meinem Reiseblog.

    • BrinaLe
      Juni 2, 2017 / 5:56 pm

      Vielen Dank! St. Petersburg ist wirklich so eine schöne Stadt! Deinen Bericht schau ich mir heute Abend auch noch an 🙂 LG

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